GEFA Planungsbuch 2026
VERANKERUNGSSYSTEME FÜR URBANE BAUMPFLANZUNGEN Herausforderungen und Lösungen bei der Verankerung von Jungbäumen im urbanen Raum
Die Pflanzung von Jungbäumen im urbanen Raum stellt hohe Anforderungen an deren Standfestigkeit, Vitalität und gestalte rische Integration. Besonders in Städten mit hohem Nutzungs druck, gestalterisch sensiblen Bereichen oder bei besonderen Standortbedingungen (z. B. auf Tiefgaragen, Dachgärten oder in Altstadtquartieren) sind klassische oberirdische Veranke rungssysteme wie Pfahlverankerungen oder Drahtkörbe prob lematisch. Diese beeinträchtigen nicht nur das Erscheinungsbild, sondern sind auch anfällig für Vandalismus, erschweren die Pflege und können den Stamm mechanisch schädigen.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Wartungsfreiheit bei der Herstellung urbaner Grünstrukturen. Die Verankerung muss daher sowohl funktional sicher als auch ressourcenschonend und möglichst unauffällig realisiert werden können. Eine Lösung ist gefragt, die unterir disch, vandalismussicher, baumschonend und bei Bedarf auch biologisch abbaubar ist – ohne zusätzlichen Rückbauaufwand oder sichtbare Störungen im Oberflächenbereich.
sondern auch wartungsintensiv und anfällig für Vandalismus. Gerade in hochwertig gestalteten Außenanlagen, auf Plätzen, in Parks oder bei sensiblen Sonderstandorten wie Dachgärten, Tiefgaragen oder historischen Altstädten ist ein unsichtbares, dauerhaft stabiles Verankerungssystem gefragt.
Die sichere Verankerung von Jungbäumen ist eine zentrale Voraussetzung für den Anwuchserfolg und die langfristige Standfestigkeit im öffentlichen und privaten Raum. Klassische Verankerungssysteme, wie etwa Pfahlbindungen oder ober irdische Drahtkörbe, sind jedoch nicht nur optisch störend,
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