GEFA Planungsbuch 2026

OPTIMALE BAUMPFLANZUNG NACH FLL-RICHTLINIEN

Eine optimale Baumpflanzung muss neben der Einhaltung von Vorschriften und der Berücksichtigung der genann ten Empfehlungen sowohl ästhetische als auch ökologische, städtebauliche und soziale Kriterien erfüllen. Es gibt verschiedene Faktoren, die bei der Pla nung und Durchführung der Pflanzung berücksichtigt werden müssen, um eine langfristige Integration des Baumes in das städtische Umfeld zu gewährleisten.

Stellvertretend seien hier die FLL-Richtli nien für Baumpflanzungen (derzeit noch Teil 1 und 2, aktuell in Überarbeitung) genannt. Sie definieren klare Vorgaben und Empfehlungen für die Größe der Pflanzgruben, die Bodenqualität, die Sicherung von Jungbäumen, die Ver sorgung mit Wasser und Luft usw.. Die Umsetzung dieser Vorgaben ist ent scheidend für die langfristige Vitalität der Stadtbäume.

Für eine nachhaltige Etablierung von Bäu men im urbanen Raum ist es essenziell, dass die Bedingungen für Jungbäume so optimal wie möglich gestaltet werden, der passende Baum an der passenden Stelle zum Einsatz kommt und richtig sowie ver nünftig gepflanzt und gepflegt wird. Hier zu gibt es in Deutschland entsprechende Richtlinien, DIN-Normen, Arbeitskreise und Institutionen, die vorschreiben oder empfehlen, wie eine optimale Pflanzung erfolgen muss bzw. sollte.

1. AUSWAHL DES STANDORTES Platzverhältnisse:

Der Standort muss genug Platz bieten, damit der Baum sowohl in der Breite als auch in der Höhe ungehindert wachsen kann. Dies gilt insbesondere für den Wurzelraum, der oft in städtischen Umgebungen durch Gebäude, Straßen, Park plätze oder Leitungen eingeschränkt ist. Sonneneinstrahlung: Der Standort sollte den Lichtbedürfnissen der jeweiligen Baumart gerecht werden. Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein. In städtischen Gebieten ist der Boden oft verdichtet oder kon taminiert, weshalb manchmal eine Bodenverbesserung oder das Auffüllen mit speziellem Substrat notwendig ist. Verkehrstechnische Anforderungen: Der Baum darf die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. Es muss darauf geachtet werden, dass der Baum nicht zu nahe an Straßen, Fußgängerwegen oder Gebäudegrenzen gepflanzt wird, um spätere Kollisionen oder Schäden zu vermeiden. 2. AUSWAHL DER BAUMART Anpassungsfähigkeit: Die Baumart muss an das lokale Klima und die städtische Umwelt angepasst sein. In Deutschland eignen sich besonders robuste Arten, die sowohl Hitze als auch Trockenheit, Kälte und Luftverschmutzung tolerieren. Pflegebedarf: Der Pflegeaufwand sollte in Betracht gezogen werden. Baumarten, die wenig Pflege benötigen, sind besonders in städ tischen Gebieten vorteilhaft, da die Ressourcen für Baumpflege oft begrenzt sind. Eine ausführliche Empfehlung findet sich auch in der GALK-Liste, oder Sie fragen den Fachberater bei Ihrer örtlichen Baumschule.

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